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Beweidungsprojekt zum Erhalt der artenreichen
Kiefernwälder – Pupplinger Au
Das Beweidungsprojekt in der Pupplinger Au, für das der ITV letztes Jahr die Projektträgerschaft übernommen hat, ist gut in die zweite Weidesaison gestartet. Nachdem die Zwischenergebnisse aus dem ersten Jahr ausgewertet und mit allen Projektbeteiligten besprochen wurden, konnte die Weidefläche für 2011 von rd. 14 ha auf ca. 27 ha erweitert werden. (vgl. Jahresbericht 2009/ 2010; auch auf unserer Internetseite zu finden)
Um die fast doppelt so große Fläche auch so zu bestoßen, wie dies aus Naturschutz- Sicht notwendig ist, wurde die Anzahl der Weiderinder ebenfalls fast verdoppelt. Damit sind seit Ende Mai 11 Kühe, 9 Jungrinder bzw. Kälber und ein Stier in der Au. Um ein möglichst intensives Abfressen des Aufwuchsen zu gewährleisten ist die Fläche in 5 Koppeln aufgeteilt. Durch dieses Weidemanagement wird die, für kleinwüchsige Arten ungünstige, Streufilzauflage aus abgestorbenen Gräsern zügig abgebaut und das Entstehen einer neuen Streufilzdecke weitestgehend verhindert.
Zum Auftakt der Weidesaison hat der ITV am Sonntag dem 29.05.2011 eine Informationsveranstaltung beim Gasthaus Aujäger durchgeführt. Bei der Veranstaltung wurden den ganzen Tag über Führungen zu den Koppeln angeboten. Die Führungen wurden sowohl von Hr. Kaschek (uNB am Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen), den beiden Isarrangern (Andreas Huber und Berhard März) sowie von Hr. Henning durchgeführt. Der Informationsstand am Gasthaus Aujäger wurde von Landwirt Manfred Schmid, dessen Rinder in der Au weiden und von Frau Joseph aus der Geschäftsstelle des ITV sowie Hr. Henning besetzt. Die Veranstaltung war gut besucht und kann als Erfolg gewertet werden.
Mitte Juli wurde zum ersten Mal seit Beginn des Projekts ein Murnau-Werdenfelser Kalb in der Pupplinger Au geboren. Obwohl dies im Rahmen der Mutterkuhhaltung schon fast ein alltäglicher Vorgang ist, sind natürlich alle Beteiligten froh darüber, dass Kuh und Kalb wohl auf sind. Landwirt Schmid ist ohnehin sehr zufrieden mit den bisherigen Verlauf des Projekts. Der in die Au ausgelagerte Teil seiner Mutterkuhherde ist in gleich gutem Zustand wie die Tiere auf den heimischen Weiden.
Auch der behördliche Naturschutz sowie die Forstverwaltung und der Forstbetrieb sind mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden und hoffen auf eine weiterhin positive Entwicklung.
Angemerkt sei noch dass, wie im vergangenen Jahr die Kosten für die Ersteinrichtung (für 2011 Zaun- und Brunnenbau) vom Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen übernommen wurden.
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